Wenn Träume wahr werden: Plötzlich Weltmeisterin

Völlige Überwältigung.

Leute, ich kann es nicht fassen. Am Samstag, den 02.06.2018, habe ich erstmalig als Pro Bikini Athletin die Wettkampfbühne bei der Weltmeisterschaft der INBA/PNBA in Tschechien – Brünn betreten oder wohl eher gerockt?!

WAHNSINN !!!

Ich habe den Titel geholt:

Weltmeisterin der Bikini Diva Pro Athleten

[Verband: Professional Natural Bodybuilding Association (PNBA) ]

Gern möchte ich euch von all meinen Erlebnissen, Erfahrungen und Emotionen berichten. Nur muss ich hierfür noch um Geduld bitten – ich brauche noch einen Moment um es zu realisieren. Doch eines möchte ich euch nicht vorenthalten:

Video 1 |Wenn Träume wahr werden – Sina wird plötzlich zur Weltmeisterin

Video 2 |Wenn Träume wahr werden – Sina wird plötzlich zur Weltmeisterin

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Berend’s Talk mit Sina

Das Interview mit Berend Breitenstein, GNBF Präsident, ist online.

Wie es mir seit dem Sieg ergeht, wieso Natural Bodybuilding für mich so bedeutsam ist und wie sich meine Zukunftspläne gestalten erfahrt ihr hier:

Berend’s Talk mit Sina

 

Deutsche Meisterin im Interview

Mir ist das Interview der deutschen Meisterschaft zugegangen. Da kommen direkt all die tollen Emotionen wieder hoch. Ich danke Pascal & Stefan, dass sie diesen Moment festgehalten haben.

Falls ihr die Blogs zu meinem Wettkampf noch nicht gelesen habt, schaut doch gern nochmal rein:

Deutsche Meisterin

Die Anreise – 14. Deutsche Meisterschaft GNBF e. V.

Der Wettkampftag – 14. Deutsche Meisterschaft GNBF e. V.

Plötzlich deutsche Meisterin und Qualifikation als Pro-Athletin – 14. Deutsche Meisterschaft GNBF e. V.

 

Eure Sina

Plötzlich deutsche Meisterin und Qualifikation als Pro-Athletin – 14. Deutsche Meisterschaft GNBF e. V.

Fortsetzung von 14. Deutsche Meisterschaft GNBF e. V. – Der Wettkampftag

IMG_7012… Nun stand ich dort oben und Elena Grass -Jurymitglied und Gesamtsiegerin Bikini 2016- überreichte mir den wunderschönen Pokal sowie eine Mealprep-Tasche. Mein Körper kribbelte, das Publikum jubelte und Familie & Freunde waren außer sich. Ich auf Platz eins, völlig sprachlos und Elena übergab mir das Mikrofon: Was sollte ich nun sagen? Mir kam es in den Sinn mich direkt bei Carmen, meinen Eltern und meinem Bruder zu bedanken. Als ich aber ins Publikum schaute, wusste ich, wenn ich nun noch Namen aufzähle oder versuche mich explizit bei meinen Lieben zu bedanken, werden mir direkt die Freudentränen die Wange runterkullern. Mit zitternder Stimme blieb also der Dank an meine Familie und Freunde. Daraufhin folgte ein Siegerfoto und dann musste ich auch schon die Bühne verlassen. Puu..uu..h so viel Glück, Freude und Dankbarkeit in mir. Ich hatte gerade einmal einen Fuß von der Bühne gemacht, schon sprach mich eine junge Frau an, Melanie. Sie schilderte mir kurz, dass sie mit mir die Dopingkontrolle durchzuführen hätte und bis dahin mein Schatten sei – ich hatte lediglich kurz Zeit für Beglückwünschungen, Fotos und um etwas zu Trinken und mir was überzuziehen. Kurzzeitig hatte Melanie meinen freudigen Moment unterbrochen, aber dann fiel mir Hagen in den Arm und auch Berend Breitenstein gratulierte mir. Als nächstes hatte ich Patrick im Blick, doch wo war Carmen? Sie stand direkt hinter ihm – sie hatte das Gesicht voller Tränen und schluchzte nach Luft. Wir fielen uns in die Arme, nie hatten wir uns so umarmt – voller Glück, Stolz und Freude. Nicht nur dass ich es geschafft hatte, für mich war es die Dankbarkeit ihr gegenüber. Carmen hatte mich nicht nur an diesem Tag begleitet, denn sie ist schon mehrere Jahre meine Wegbegleiterin und sie ist letztlich auch die, die immer an mich glaubt, wenn ich mal die Hoffnung verliere oder zu bescheiden mit mir bin. Wir drückten uns so fest, verflossen gemeinsam Tränen und ich hatte tatsächlich das Gefühl, meine Maus würde mir gleich im Arm zusammenbrechen – eine Freundin, die die Freude so mit mir teilt, was wollte ich mehr. Danach fiel ich Patrick in die Arme, dank seinen Tipps und Zuspruch in den letzten 3 Wochen konnten wir meinem Körper den Feinschliff verpassen. Der Fotograf Marc Schumacher machte Backstage noch Fotos von mir – auch eins mit meiner lieben Carmen. Im Anschluss daran haben wir uns auf den Weg zu unserem Platz gemacht. Unterwegs wurden Hagen und ich, mittlerweile zum dritten Mal, von Pascal & Stefan interviewt. Wer hätte beim ersten Interview damit gerechnet – ich nicht 😀

Meine Familie konnte ich leider nicht antreffen, da es direkt mit Melanie zur Dopingkontrolle ging. Dort hieß es Personalien aufnehmen und warten bis das WC frei war. 90 ml Urin sollte ich abgeben. Ich hatte die Schätzung, dass es kein Problem sei. Nach dem Öffnen von gefühlten sechs Sicherheitstüten und meinem ersten WC Besuch unter fremder Beobachtung brachte ich gerade einmal 55 ml ins Döschen – na super! Und jetzt? Im nächsten Raum: Urin umfüllen, Verpackungen entsiegeln, Nummern abgleichen, Gefäß verschließen, Nummern aufkleben, Siegeln und und und… eine lange und zeitaufwändige Prozedur. Von dort an bekam ich wieder Melanie an meine Seite und mir blieben 30 Minuten Zeit die Blase zu füllen. Naja was hatte ich zuvor erwartet? Tagsüber hatte ich maximal insgesamt 250 ml Flüssigkeit zu mir genommen. Mein Körper war fast restlos entwässert. In der halben Stunde, die mir blieb konnte ich kurz Carmen, Peggy, Alice und Patrick wieder treffen,20171104_211643 mich umziehen und 2,5 Liter Wasser trinken. Es ging zurück in die Dopingkontrolle. Alle standen am WC an, ich wollte einfach nur die übrigen 35 ml dort lassen und endlich zu meiner Familie. Die aufwändige Prozedur noch einmal und es reichte gerade so aus, um insgesamt die 90 ml zu erreichen. Endlich ging es zu meiner Familie, die warteten schon ungeduldig auf mich. Zurück war die Freude über den Sieg. Ich war voller Adrenalin und konnte nicht klar denken. Wir fielen uns in die Arme, machten Fotos und mussten uns dann auch schon wieder voneinander verabschieden. Mittlerweile war es 22.30 Uhr und wir hatten alle noch drei bis vier Stunden Fahrt vor uns. Eigentlich war noch ein gemeinsames Abendessen geplant, aber das schafften wir nicht mehr. Meine kluge Carmen hat das Sushi dann kurzerhand to-go bestellt, sodass wir mit ausreichend Proviant, dem ganzen Gepäck und am wichtigsten: MIT DEM TOLLSTEN POKAL Richtung Heimat gestartet sind. Eine Fahrt von drei Stunden, bei der wir erstmals versucht haben, zu registrieren, was dort schönes passiert war. Um jedoch alles zu verarbeiten, es zu bequatschen und sich zu freuen hätten auch 10 h Fahrt nicht ausgereicht. Zwischendurch wechselten wir uns mit dem Fahren ab. Allerdings war ich wirklich mit den Kräften am Ende, sodass Carmen den Großteil der Strecke fahren musste. Zuhause angekommen habe ich mein Auto ausgeladen und mich mit meinem Pokal vor den Spiegel gestellt 😀 Fassen konnte ich es noch immer nicht. 45 Minuten heiß duschen inklusive Körperpeeling haben immerhin geholfen meine Dusche braun einzufärben und ein wenig der krassen Karibikbräune loszuwerden. Ich konnte mental etwas „runterfahren“ und bin direkt danach müde ins Bett gefallen.

Am Morgen aufgewacht: der erste Moment „autsch – Muskelkater“, umgedreht und „WAS? KEIN TRAUM“ – ich habe mein Handy betätigt und das erste was ich sah war ein Foto von der Bühne. Direkt schossen mir die Freudentränen in die Augen. Ich hatte es nicht geträumt. Nein, ich bin es: Deutsche Meisterin & Pro Athletin. Unfassbar. Ich sprang sofort aus dem Bett und flitzte zu meinem Pokal. Da blieb mir dann auch nicht mehr viel, als groß zu staunen. Ich lief durch meine Wohnung, machte laut Musik an und war verwirrt, was ich eigentlich tun sollte. Ich fing an meinen Bikini zu säubern und das Gepäck auszuräumen – unterbrochen von Freudenschrei, Freudentränen und -tanz. Kurze Zeit später rief mich Carmen an: „Sina, es ist kein Traum – es ist wahr. Komm, wir nehmen den reservierten Tisch wahr und treffen uns in 20 Minuten zum Brunch“. Da saßen wir nun mit einem Prosecco, tollem Frühstück und aus uns sprudelte es nur voller euphorischer Erinnerungen. Andere wären nach dem Wochenende sicher froh, sich erstmal nicht wiedersehen zu müssen – bei uns ist es anders. Nichts hätten wir lieber getan als uns auszutauschen und die gemeinsame Zeit zu genießen – „einmal die Uhr anhalten bitte“.
Selbstverständlich kam auch die Frage auf, wie sich nun die Zukunft gestaltet. Denn eigentlich war es der Plan, vorerst keine Wettkämpfe und vor allem keine Wettkampfvorbereitungen mehr anzustreben. Die Pläne hatte ich aber nun über Bord geworfen. Schließlich habe ich von nun an zwei Jahre die Möglichkeit international an Pro-Wettkämpfen teilzunehmen. Und genau das ist mein neues Bestreben, mein neues Ziel und mein neuer Traum nachdem ich mir an diesem Wochenende direkt zwei meiner sportlichen Ziele & Träume auf Mal erreicht bzw. erfüllt hatte.
Im Januar wird sich entscheiden, an welchem Ort ich mein Pro Debüt angehen werden (hm..m.. Las Vegas, New York oder…). Es bleibt also weiterhin spannend.
Morgen folgt eine Fortsetzung der etwas anderen Art, denn Carmen hat einen Gastbeitrag verfasst, in dem sie den Tag, Ihre Eindrücke und Gedanken Revue passieren lässt.

Eure Sina

Der Wettkampftag – 14. Deutsche Meisterschaft GNBF e. V.

Fortsetzung von 14. Deutsche Meisterschaft GNBF e. V. – Die Anreise

… Nach dem Aufstehen standen Haare waschen und Maske auf dem Plan. Carmen konnte noch etwas weiterschlafen und ich habe mit dem Kunstwerk in meinem Gesicht angefangen. Da ich nun nicht so die Schminkmaus bin, fällt es mir nicht gerade leicht – Contouring, Lidstrich ziehen, künstliche Wimpern kleben und Co. sind nun keine Dinge, die mir einfach von der Hand gehen. Aber ich habe es auch diesmal gut gemeistert und Carmen musste sich zweimal die Augen reiben als sie aus dem Bett kam 😀 Sie hatte dann noch die ehrenvolle Aufgabe meine Wimpern anzukleben, da ich irgendwie keine allzu ruhige Hand an diesem Morgen hatte. Um 7 Uhr wollten wir mit Sack und Pack das Zimmer verlassen, auschecken und uns an das Frühstücks-Buffet machen. Alles war perfekt getimt an dem Morgen, sodass wir nicht in Stress geraten sind. Ich habe zum Frühstück fünf große Scheiben Toast mit Honig und zwei Bananen verspeist. Auch meine Eltern, Peggy und Alice sowie viele Athleten und die Jury waren bei Frühstück. Das schöne Kribbeln und die Vorfreude auf den Wettkampf wurden stetig mehr und so machten Carmen und ich uns um 7.30 Uhr auf den Weg zur Siegerlandhalle. Ich hatte um 7.50 Uhr einen weiteren Termin bei ProTan zum zweiten Anstrich. Hier waren einige Mitarbeiter ausgefallen, sodass ich ewig warten musste. Leider brachte der Verzug einige unserer Planungen durcheinander und wir mussten uns direkt sputen, um noch den Bikini, Schmuck, Lippenstift 20171104_091638 und Schuhe anzulegen. 20171104_085244 Bikini! Das war auch so eine Sache 😀 ich hatte zwei wunderschöne Bikinis dabei. Den Blauen sowie einen dunkelroten, den ich extra noch hab schneidern lassen. Am Abend zuvor hatten wir uns schon für den Roten entschlossen. Ich also in den roten Bikini geschlüpft: Ein unsicheres Gefühl. Hagen und Bekannte von ihm lagen auf den Plätzen nehmen mir, also habe ich einmal in die Runde gefragt, ob blau oder rot. Die Mehrheit war für Blau  „Sina, du musst auffallen.“ Als Hagen mich anschaut und meinte „Sina, ich war von Anfang an für blau“ und auch Carmen zu blau tendierte, habe ich mich für den blauen Bikini entschieden. Schön und gut – wir hatten nur noch wenige Minuten Zeit, da ich noch für den letzten Glanz zu ProTan musste. Carmen wollte mir aus dem roten Bikini helfen. Viel Anfassen ging aufgrund des Tannings nicht mehr – plötzlich klemmte der Verschluss und wir beide wurden nervös. Das kann doch nicht sein! Was machen wir nun – über Kopf? -nicht möglich, übern Po? -Po zu voluminös, kaputtschneiden? -schade um den Bikini. Wenige Atemzüge weiter und kurz vor einer Panikattacke haben wir den Bikini tatsächlich aufbekommen. In Windes Eile in den blauen Bikini geschlüpft – alles ging ganz schnell und schon stand ich am Bühnenaufgang.  Hier hat mir Hagen den letzten Schliff verpasst. Mit verschiedenen Übungen wie Seitheben, Brustdrücken und Rudern haben wir Pump in meinen Körper gebracht und Hagen hat mich mental nochmals gestärkt. robert_schulz_gnbf2k17 (38 von 205) Dann ging es schon auf die Bühne.

— w…o..o..ooo..w — da ist es wieder: Dieses unbeschreiblich großartige Gefühl. Muskelspannung, ein großes Lächeln, was von Herzen kommt und riesiger Stolz es bis hierhin geschafft zu haben. Diesmal war´s allerdings etwas anders, denn ich hatten offenbar eine riesige Fangemeinde am Start. Es war grandios – ich wurde so laut angefeuert, dass ich einfach nur noch mehr Strahlen musste. Das Gefühl unbeschreiblich. Ich habe es einfach nur genossen, mich zu präsentieren. 20171104_192043 Jede Vierteldrehung habe ich mit Eleganz und Muskelspannung durchgeführt und ich habe mich dabei super wohl gefühlt. 20171104_192030 Nach der ersten Runde wurden von den insgesamt 14 Teilnehmerinnen die TOP 12 ausgewählt.  Nun kam´s zum I-Walk.  Auch den habe ich mit Bravour gemeistert und hatte wirklich Spaß daran – von Anspannung, Unsicherheit oder Nervosität keine Spur. Anschließend an den I-Walk kam es zu einem Vergleich zwischen mir und zwei weiteren tollen Athletinnen. Auch hier erfolgten nochmals alle Vierteldrehungen. Anschließend daran ging es auch schon von der Bühne. 20171104_193028 Ich war sehr zufrieden mit meiner Präsentation. Auch Carmen, Patrick und Hagen haben meine Leistung gelobt. Von nun an hieß es WARTEN. Es war erst circa 11 Uhr und die Final-Listen sollten erst in der Pause ab 14 Uhr aushängen. Auf dem Weg zurück zu unserem kleinen „Wartelager“ haben Hagen und ich spontan ein Interview mit Pascal und Stefan geführt. Zu dem Zeitpunkt wussten wir alle nicht, dass es nicht nur bei diesem einen Interview bleiben wird 😀 IMG_20171104_104301_643

Carmen und ich sind im Anschluss an das Interview zu meiner Familie gegangen. Mein Bruder und mein Vater, die beide bereits auch am Wettkampf im Mai dabei waren, waren begeistert von meinem Posing – es sei viel besser gewesen. Super, besser hätte es nicht laufen können. Gemeinsam haben wir noch ein paar Erinnerungsfotos geknipst und etwas frische Luft geschnappt. Danach musste ich von Carmen Abschied nehmen. Zum Glück nur kurz 😉 Sie ist mit meiner Familie in die Stadt gegangen, um zu Mittag zu essen. Bei mir gab es einige Reiswaffeln und Entspannung. IMG_20171104_120430_271

Es war soweit:

Ich unter den TOP 6. Meine Freude war riesig. Jiiiipiii…dieses Mal hatte ich es ins Finale geschafft. Grandios.

Es blieb uns nun noch genügend Zeit, bis es wieder auf die Bühne ging. Also sind Carmen und ich direkt zu ProTan gegangen, um unnötiges Warten wie zuvor am Morgen zu vermeiden. Ich habe ein weiteres Tanning zur Ausbesserung erhalten, welches wieder ca. 20 Minuten trocknen musste. Ein ruhiger Moment, um nochmals in mich zu gehen und mein Posing zu durchdenken. Der Gedanke, dass ich es nun ins Finale geschafft hatte machte mich mächtig stolz und ich freute mich, ein weiteres Mal die Bühne betreten zu dürfen. Getrocknet ging es wieder in den Bikini und wir besserten in der „Lady´s Lounge“ noch mein Makeup und meine Frisur nach. Unsere Laune war auf dem Höhepunkt und der bisher anstrengende Tag war uns zu dem Zeitpunkt nicht anzumerken. Wir tanzten aus Freude, alberten herum und übten nochmals mein Posing (ich bemerke: Wir waren allein in der Lady´s Lounge 😀 )

 

Etwas Zeit blieb noch und ich hörte nochmals meinen Motivations-Song: „Unforgettable von French Montana“. Gänsehaut am ganzen Körper und 200 % Fokus – es konnte losgehen. Ich bekam von ProTan den letzten Glanz und wir wurden aufgerufen, in den Backstage Bereich zu treten An meiner Seite auch bei diesem Mal war Hagen. Das bekannte Prozedere: Pump in den Körper bringen, fokussieren und mit einem Lächeln rauf auf die Bühne.

 

Das zweite Mal an diesem Tag – das Gefühl hierbei schon fast vertraut. Ich nahm wahr, dass meine Fangemeinde nun noch lauter für mich jubelte – was mich besonders freute. Zunächst waren die Vierteldrehungen an der Reihe, bis jede Athletin Ihren T-Walk präsentierte. [T-Walk: Jede Athletin tritt mittig vor zur Jury präsentiert Front-, Seiten- und Rückenansicht, geht dann zur linken Bühnenseite, präsentiert auch hier die Vierteldrehungen und abschließend nochmals an der rechten Bühnenseite]. Ich war völlig in meinem eigenen Film und genoss den Moment sehr. Abschließend kam es zur Platzierung. Meine Hoffnung war es, es unter die TOP 5 geschafft zu haben. Als auch der vierte Platz belegt war, musste ich schon die ersten Freudentränen für die erreichten TOP 3 verdrücken. Platz 3 – Platz 2 – ebenfalls fiel nicht mein Name. Unfassbar. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben: Platz 1 – Sina Weiß!!! Mittlerweile liegt dieser Moment eine Woche zurück, aber ich finde noch immer keine Worte, die diesen Augenblick beschreiben könnten. Mein großer Traum und ein sportliches Ziel: der erste Platz. Ich hatte mich gegen die 13 Konkurrentinnen durchgesetzt.. w…oo..o..w.

 

Stolz wie Oskar verließ ich die Bühne, meine Freudentränen flossen und ich fiel Patrick und Hagen überglücklich in die Arme. Lang konnten wir nicht in diesem Moment verweilen, da es schon in 10 Minuten zum Gesamtsiegerstechen erneut auf die Bühne ging. Patrick lief schnell mit mir hoch zu ProTan, um nochmals mein Tanning ausbessern zu lassen, denn das litt etwas unter den Freudenumarmungen 😀 Zack..schnell wieder runtergeflitzt – erneut aufgepumpt und zurück zum Fokus. Patrick sagte zu mir: „Sina, vergiss den Sieg deiner Klasse, geh dort auf die Bühne als hättest du noch nichts gewonnen und gib nochmal alles!“ Und genau das setzte ich um. Der Jubel war riesig – wow..das pushte mich unheimlich. Mein Lächeln war einfach da – vor Glück. Muskelspannung bis in die Fußspitzen und die Vierteldrehungen meisterte ich wieder mit Bravour. Dann war es soweit:

„The trophy, the trophy for the overall winner for the Bikini classes goes to Sina Weiß“

 

 

Ihr Lieben, ich bin noch heute sprachlos, wenn ich an diesen Moment zurückdenke. Nicht nur ein Traum bzw. Ziel sondern gleich zwei habe ich in diesem Moment erreicht bzw. erfüllt bekommen: 1. Platz der Bikiniklasse bis 165 cm UND Gesamtsiegerin aller Bikiniklassen. Kein Wort dieser Welt könnte das Gefühl, welches mich in diesem Augenblick erfüllte beschreiben.

Schaut euch gern die folgenden Videos mit Gänsehaut-Garantie an:

Bikini bis 165cm – Vorwahl & Finale

Bikini Gesamtsieger

In meinem nächsten Blog werde ich euch berichten, wie es ab diesem Zeitpunkt weiterging. Ihr erfahrt von meiner Dopingkontrolle, weshalb Carmen fast zusammengebrochen ist und wie wir die 300 km Heimweg organisiert haben. Außerdem werde ich euch von meinem Zukunftsplänen berichten.

Fortsetzung folgt am Montag, den 13.11.2017.

Eure Sina